Tierschutz

Ostsee Delfine bei Fehmarn - Illustration by jHD.VISION
Wir werden noch verrückt im Kopf - Flipper fliegt auf Fehmarn

ist auf Fehmarn ein vielseitige Angelegenheit, die gleich 3 Elemente und die jeweiligen Bewohner betrifft. Zu Wasser, zu Land und in der Luft haben wir seltene und schützenswerte Lebewesen. Kormorane, Schweinswale, Seeadler, Tigerschnecken, Kammmolche und ganz aktuell haben wir sogar Delfine vor Fehmarn!

 

Die großen Tümmler sind in der Ostsee nicht heimisch, aber gern gesehene Gäste. Im Gegensatz zu den Schweinswalen verbringen sie nicht den Winter in der Ostsee. Doch im Mai 2015 sind 2 Delfine mehrfach in der Ostsee gesichtet und gefilmt worden. In den klassischen und sozialen Medien war das eine regelrechte Sensation. Über 10.000 mal wurde einzelne dazu Beiträge abgerufen.


Das Video unten zeigt einen der beidenDelfine bei uns im Fehmarnsund herumtoben. Das Video entstand unweit der Sundbrücke und wurde von Christian Prüß aufgenommen.

Delfine im Fehmarnsund

Tümmler in der Ostsee

Delfine, Delfine: Gestern haben wir darüber berichtet - und schon erreicht uns heute dieses Video! Christian Prüß sichtete die Tümmler am Freitagabend beim Angelausflug vor der Fehmarn-Sund-Brücke 󾇇 Ob es dieselben von Sonntag sind? Vermutlich ja, sagt eine Expertin vom Deutschen Meeresmuseum Stralsund :)

Posted by NDR 1 Welle Nord on Wednesday, 27 May 2015

Scheinbar haben sich die beiden das ganze Jahr 2015 in der Ostsee getümmelt. Denn bei Wismar und Scharbeutz wurden sie Anfang Dezember wieder gesichtet und auf Video aufgenommen. Hier zwei der Clips, die an die LN eingeschickt wurden.

Ob uns die Delfine wohl auch besuchen kommen, wenn mit der Baustelle im Fehmarnbelt der längste Absenktunnel der Welt gebaut wird? Wohl eher unwahrscheinlich. Nicht nur deshalb sind alle Natur und Tierschutzorganisationen gegen dieses Bauprojekt.


Schweinswale im Fehmarnbelt

Illustration von Julia Ettlich mit ihrer freundlichen Genehmigung
Der Schweinswal in der Nord- und Ostsee

sind hier zwar zuhause, doch das sensible Ökosystem der Ostsee birgt auch diverse Gefahren für die kleinen Meeressäuger. Allerhand Wissenswertes wie Größe, Gewicht, Alter, Nachwuch, Verhalten, Nahrung, Schwimmgeschwindigkeit, Tauchtiefe, Echoortung, Vorkommen, Wanderung und eben auch Gefahren sind hier sehr anschaulich zusammengestellt.

 

Diese Infografik mit dem Titel Der Schweinswal in der Nord- und Ostsee hat die höchst talentierte Illustratorin und Grafikerin Julia Ettlich als Beitrag bei einem

Kreativwettbewerb eingereicht der 2013 von ASCOBANS, NABU, OceanCare & WDC ausgerichtet wurde.

 

Die hochauflösende Version des Plakates, in der man auch alle Fakten lesen kann, gibt es hier zu sehen...

und auf der Internetseite von Julia Ettlich

>> Website <<


Vielen lieben Dank für die Genehmigung zur Veröffentlichung, Julia.

Illustration von Michael Stünzi mit seiner freundlichen Genehmigung
Die letzen 299

Die letzten 299 ist eine Arbeit von dem technischen Illustrator und Animator Michael Stünzi aus Zürich, der damit besonders auf die Gefahr durch verlorene Fischernetze aufmerksam macht. 

 

Auch das tolle Animationsvideo über Plastik im Meer ist von ihm und zeigt die Gefahren die von Mikroplastik ausgehen.

 

Die Internetseite von Michael Stünzi ist insgesamt sehr sehenswert.

>> Website <<



Wildtiere gibt es aber auch an Land und in der Luft. In diesem EU-Projekt wird der Lebensraum auf Basis von Rebhuhn-Vorkommen bewertet.


Wildtier Management

>> Website <<



Wildtier-Kataster der Uni-Kiel

>> Website <<


Kurzfilm mit Rudger Hauer

2014 waren Buckelwale in der Ostsee zu finden. Auch oder besonders weil diese Besuche so außergewöhnlich selten sind, betreffen uns die Schwierigkeiten der Meeressäuger auch hier.

Der Schauspieler Rudger Hauer macht in dem Kurzfilm „Requiem 2019“ auf eindrucksvolle Weise darauf aufmerksam.

Wir sind auch gut zu Vögeln

auf der Vogelfluglinie sollte das aber selbstverständlich sein. Deshalb haben wir auf der Insel gleich mehrere Schutzreservate. Besonders spannende Einblicke liefert die Kormoran Kamera in Wallnau.

Die Geschichte des Vogelschutzreservat Wallnau
Steter Wechsel zwischen Meer und Land

Wallnau befindet sich auf einem jungen Teil der Westküste Fehmarns, der dennoch bereits auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken kann. Noch vor 400 Jahren war das heutige Naturschutzgebiet eine Bucht der Ostsee. Durch Brandungswellen im Nordosten der Insel abgetragenes Material wurde durch die Meeresströmung südwärts transportiert. Es landete an der Westküste Fehmarns an und bildete einen für die Ostseeküste typischen Nehrungs- oder Strandhaken.

Erst um 1700 hatte der nach Süden wandernde Nehrungshaken die im Südwesten Fehmarns befindliche Moräneninsel Flügge erreicht. So wurde die Bucht fast vollständig von der See abgeschlossen und ein flaches Haff gebildet. Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte dann die endgültige Abtrennung vom Meer. Das Gebiet wurde künstlich trocken gelegt und landwirtschaftlich genutzt:
Unter größten Anstrengungen widmete sich der holsteiner Zivilingenieur Gustav Heinrich Adolf Kröhnke der Landgewinnung auf Fehmarn. Er bearbeitete dazu ein gut 500 Hektar großes Areal, dass er zwar kostenlos erhielt. 


Er verpflichtete sich jedoch gegenüber dem preußischen Staat zum Bau eines Schutzdeiches auf eigene Kosten, ohne staatliche Hilfe.


Eine schwere Sturmflut setzte den landwirtschaftlichen Bemühungen aber ein jähes Ende. Um die Jahrhundertwende wurde die Niederung eingedeicht, durch Dämme unterteilt, wieder unter Wasser gesetzt und ein Teichgut eingerichtet. Die Bewirtschaftung als Teichgut dauerte bis 1963. Im Anschluss daran drohte das Gebiet zu verwahrlosen und einer intensiven touristischen Nutzung anheim zu fallen. Dabei hatte sich das Gebiet als Folge seiner Teichbewirtschaftung unter Vogelkennern bereits einen Namen gemacht.

Als es dann im Jahre 1975 zum Verkauf stand, gelang es dem Deutschen Bund für Vogelschutz (heute Naturschutzbund Deutschland NABU e.V.) mit der Unterstützung der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt von 1858 e.V. und zusammen mit dem Kreis Ostholstein rund 209 ha des ehemaligen Teichgutes in einem finanziellen Kraftakt zu erwerben. Ab 1976 begann der Aufbau der Station und die gezielte Besucherbetreuung.


Ein Besuch lohnt sich immer.


im Meer weniger Plastik

Es ist Zeit zum Handeln!

Wir werden uns nicht länger ausbremsen lassen oder auf den Umweltrat der Inselverwaltung warten. Deshalb schaffen wir jetzt Fakten. Das Logo des Umweltrates lässt sich nicht einmal vernünftig im Zeitungsdruck reproduzieren – geschweige denn auf Stofftaschen drucken. Deren erstes Vorhaben für die Aktion gegen Plastik an der Küste, war es tatsächlich Plastiktaschen herzustellen lassen. Vermutlich in Abwesendheit von Zurechnungsfähigkeit, aber vollen ernstes!

 

Mit deren Art von Aktionismus wollen wir lieber gar nicht in Verbindung gebracht werden und gehen Wege, die einem Umweltrat zu unbequem sind: eigene.

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