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Fehmarn von ganz oben - painting by GK 2014
Fehmarn von ganz oben

Fehmarn liegt zwischen der Kieler Bucht und der Mecklenburger Bucht umgeben von der Ostsee. 1963 wurde die Insel durch die Fehmarnsund Brücke mit der Halbinsel Wagrien fest verbunden und über die Fährverbindung durch den Fehmarnbelt entstand die Vogelfluglinie. Diese Verbindung durch den Belt war bereits im Mittelalter die wichtigste Handelsrute nach Skandinavien. Das blieb auch bis kurz nach die deutsche Wiedervereinigung so. Seitdem laufen große Teile des Warenverkehrs über Rostock, was die Knust um so ruhiger gemacht hat. Hier sagt man sutje dazu.

 

Sonneninsel

Diesen Beinamen trägt Fehmarn nicht ohne Grund. Wegen der vielen Sonnenstunden, die schonmal die 2.100 im Jahr deutlich übersteigen können ist der Name auch gerechtfertigt. Regen oder Nebel (Schietwetter) ist hier eher die Ausnahme, aber der Bodennebel im Herbst ist traumhaft schön.

 

abwechlungsreiche Küstenlandschaft auf 78 Kilometern. Die Nordküste zwischen dem Markelsdorfer Huk und Puttgarden ist eine traumhafte Dünenlandschaft mit Nehrungshaken am Grünen Brink und verstreuten Strandseen. An der Ostküste sind tolle Naturstrände und eine Kliffküste zwischen Klausdorf und Staberhuk die sich nicht nur zum Fotomotiv hervorragend eignet.

 

Der Südstrand bei Burgtiefe und dem Wulfener Hals sind die südlichsten Sandstrände der Insel. Dort ist der Strand flach und liegt auf Meereshöhe. Im Inselwesten ist das auch so wie z.B. bei Gold wo durch das stehtiefe Wasser eines der besten Surfreviere ist. Die Insel liegt insgesamt nur knapp über Normalnull (NN) und trägt deshalb auch den Namen Knust. Die höchsten „Berge“ sind der Hinrichsberg (27,2 m) nur knapp vor dem Wulfener Berg mit 26,5 m.

 

Die langen Badestrände sind flach abfallend und ideal für Familien mit Kindern. Mit rund 2,5 Kilometer ist der längste und belebteste Strand der Südstrand den man bereits beim Überqueren der Fehmarnsund-Brücke entdecken kann. Dort stehen nicht nur die drei denkmalgeschützten Türme von dem dänischen Designer Arne Jackobsen und die Burgruine Glambeck, sondern in der Saison auch rund 1.500 Strandkörbe für die Gäste bereit. Ein vielseitiges Freizeit- und Unterhaltungsangebot steht bereit und viele Veranstaltungen finden dort auch statt.

 

Das Wellenbad am Südstrand heißt seit 2009 FehMare und ist um weitere Attraktionen bereichert worden. In der Saunalandschaft, dem Wellness- und Fitnessbereich sowie dem Kinder- & Aussenbecken kann man sich auch bestens in der Nebensaison im Wasser vergnügen.

Das Zentrum der Insel ist die Stadt Burg, die zur Saison mindestens genauso belebt ist wie die Lübecker Altstadt. Mit rund 6.000 ganzjährigen Einwohnern ist Burg der größte Ort und Sitz der Verwaltung mit seinem Rathaus von 1901. Für Touristen ist die „Metropole“ mit den wunderschönen Altstadthäusern und der prächtigen St. Nikolai Kirche aus dem 13. Jahrhundert ein beliebtes Ausflugsziel. Seitdem die Insel im Jahr 2003 verwaltungstechnisch zur Stadt Fehmarn erklärt wurde, ist sie flächenmäßig die zweitgrößte Stadt Schleswig-Holsteins — direkt nach Lübeck.

Vielfältige Sportangebote
Sportler schätzen außerdem Fehmarn's gute Bedingungen zum Kiten, Surfen, Segeln, Stand Up Paddeln, Tauchen, Golfen, Reiten und Beachvolleyball spielen. Zu Veranstaltungen wie der Kite-Surf-Trophy stehen auch regelmäßig internationale Profisportler auf der Insel bzw. in der Ostsee.

Unsere 17 Campingplätze laden zu einem naturnahen Urlaub ein und bieten damit für die Hälfte aller Gäste. Der Tourismus hat sich für die Inselbewohner zur wichtigsten Einnahmequelle vor der Landwirtschaft entwickelt. Dennoch dominiert der ländliche Eindruck: Wer im Mai nach Fehmarn kommt, blickt schon von der hohen Fehmarnsundbrücke aus auf leuchtend gelb blühende Rapsfelder.

Sehenswürdigkeiten Leuchttürme, Häfen, Naturschutzgebiete, Burg Glambeck, Kirchen, Museen, das steinzeitliche Langbettgrab in Wulfen und einige Hünengräber...

kleine Insel Trabanten

  • Warder in der Orther Reede
  • Kohlhoffinsel im Burger Binnensee
  • mehrere kleinere Binnenseeinseln  in der nördlichen Seeniederung und bei Wallnau

Moin ist Plattdeutsch und bedeutet soviel wie Hallo, Guten Tag, Guten Morgen, Guten Abend. Der Fehmaraner benutzt es den ganzen Tag über und wiederholt es häufig noch einmal. Alternativ ist auch moinsen recht beliebt.

 

Um unseren Gästen die Verständigung mit den fehmaraner Ureinwohnern und deren Eigenheiten zu vereinfachen, haben wir ein paar der wichtigsten Begriffe in unserer Grafik übersetzt.


Für Bayern, also südlich von Hamborch wohnene Europäer ist auch ein Besucher dieser Websites sinnvoll & lustig...

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Tausende Vögel im Reservat Wallnau
Tausende Zugvögel steuern die Insel jedes Jahr im Frühjahr und im Herbst an auf ihrem Weg von und nach Skandinavien. Im Westen Fehmarns bei Bojendorf liegt das Wasservogel-Reservat Wallnau. Etwa 80 verschiedene Arten von Brutvögeln können Naturliebhaber in dem knapp 300 Hektar großen Naturschutzgebiet entdecken, so auch Graugänse, Säbelschnäbler und Teichrohrsänger. Im Herbst und Frühling kommen Tausende Zugvögel hinzu. Auf der Insel liegt der Knotenpunkt ihrer Zugwege zwischen Mitteleuropa und Skandinavien. Besucher können dieses Schauspiel von natürlich eingebetteten Beobachtungsposten aus verfolgen. Der NABU (Naturschutzbund) informiert in einem behindertengerechten Zentrum von März bis Oktober über die Bedeutung des Reservats, das nur eines von drei Naturschutzgebieten auf Fehmarn ist.

Eine versandete Bucht
Noch vor 400 Jahren war das heutige Reservat eine Bucht der Ostsee. Die Strömung lagerte immer mehr Sand und anderes Material an der Südwest-Spitze der Insel ab, sodass Ende des 19. Jahrhunderts ein Feuchtgebiet entstanden war. Obwohl sie künstlich trockengelegt wurde, erwies sich die Fläche für eine dauerhafte landwirtschaftiche Nutzung als ungeeignet. So kaufte der NABU mit Unterstützung einiger Partner das Gebiet 1975 und betreut seitdem die Besucher.

Wer sich für Fische und andere Bewohner der Meere interessiert, sollte einen Besuch im Meereszentrum Fehmarn in Burg einplanen. Dort leben Tausende tropische Meerestiere aus aller Welt.

Der Leuchtturm Staberhuk am Ostzipfel der Insel ist ein beliebtes Fotomotiv.
An den eher seltenen Regentagen können Urlauber die fünf Häfen der Insel besuchen, darunter den belebten internationalen Fährhafen Puttgarden im Norden, sowie Burgstaaken im Süden, wo ein U-Boot liegt. Beliebte Fotomotive sind die Leuchttürme in Flügge, Westermarkelsdorf, Marienleuchte und Staberhuk sowie die Südermühle in Petersdorf - eine Windmühle, die heute als Restaurant genutzt wird. Windmühlen in ihrer modernen Form sind auf Fehmarn weit verbreitet. Etwa 140 Windkraftanlagen gibt es, die ersten entstanden Mitte der 80er-Jahre. Sie produzieren insgesamt weitaus mehr Strom, als auf der 185 Quadratkilometer großen Insel verbraucht wird.

Ein Tunnel könnte aus jeweils zwei Röhren für Autos und Züge bestehen.
Kontrovers wird auf Fehmarn seit Jahrzehnten der Bau einer festen Fehmarnbelt-Querung nach Dänemark mit einer Länge von 18 Kilometern diskutiert - als Brücke oder Tunnel. Lange Zeit favorisierten die Regierungen in Berlin und Kopenhagen den Bau einer Brücke. Umweltschützer befürchteten allerdings, dass Schweinswale ihre Nahrungsgrundlage verlieren und Vögel gefährdet würden. Aufgewirbelter Meeresboden könnte nach ihrer Ansicht Teile der Ostsee auf Jahre eintrüben. Anfang 2011 stimmte das dänische Parlament für den Bau eines Tunnels. Der Baubeginn des Mammutprojekts ist damals für das Jahr 2015 geplant gewesen.