Eisenbahn auf der Insel

ton ollen Bahnhof in Burg
ton ollen Bahnhof in Burg

Die Inselbahn wurde am 8. September 1905 als Kleinbahn Lütjenbrode-Orth der Kreis Oldenburger Eisenbahn eröffnet. Die Strecke verband die Fehmarnschen Ortschaften Orth, Petersdorf, Landkirchen, Burg, Burgstaaken, Wulfen und den Fähranleger Fehmarnsund über ein Trajekt mit Großenbrode, Lütjenbrode und Heiligenhafen auf dem Festland. Beim Haltepunkt Burgstaaken zweigte eine kurze Anschlussbahn zum Hafen ab.

Anders als etwa die Inselbahnen der meisten Nordseeinseln war die Strecke in Normalspur angelegt, so dass ein durchgehender Zugverkehr vom Festland möglich war. Hierbei wurden die Züge mit einer Eisenbahnfähre vom Fährhafen Großenbroder Fähre auf die Insel übergesetzt.

Die Betriebsführung lag zunächst bei den Preußischen Staatsbahnen und ab 1923 bei der Deutschen Reichsbahn (DR). 1924 wurde die Betriebsführung an die Elmshorn-Barmstedt-Oldesloer Eisenbahn übergeben, die Fahrzeuge kamen weiterhin von der DR.

 

31. Dezember 1924 Eine Probefahrt mit dem neuen Triebwagen wurde auf Fehmarn von Burg nach Orth veranstaltet und nahm einen glänzenden Verlauf. Der Triebwagen entwickelt eine Geschwindigkeit von 30 Kilometern in der Stunde. Er enthält 50 Sitzplätze dritter Klasse und eine Anzahl Stehplätze

 

18. Mai 1925 Baubeginn der Bäderbahn von Bad Schwartau über Ratekau, Timmendorfer Strand, Scharbeutz bis Haffkrug durch die Deutsche Reichsbahn.

 

Es wurde aber auch ein eigener Triebwagen beschafft. Wegen Unzufriedenheit mit der Betriebsführung wurde diese 1931 durch die KOE selber übernommen, dazu wurden eigene Fahrzeuge beschafft. 1941 übernahm die DR die Bahn vollständig, einschließlich der Fahrzeuge.

Die Lokomotiven für den insularen Streckenteil waren in Burg stationiert, so dass meist nur die Wagen auf der Fähre befördert werden mussten. Später wurde der Betrieb auf Triebwagen der Baureihen VT 95 und 98 umgestellt.

Nach Aufgabe des Personenverkehrs von Burg nach Orth am 2. Juni 1956 und zum Bahnhof Fehmarnsund am 30. April 1963 – zeitgleich zur Eröffnung der Fehmarnsundbrücke als fester Verbindung zum Festland – wurde die Fährverbindung von Großenbrode nach Fehmarn eingestellt.


Der Zugverkehr mit dem Festland und der Fernverkehr nach Dänemark werden seitdem über die Strecke von Großenbrode nach Puttgarden abgewickelt. Die alte Inselbahn wurde mit dieser Strecke zunächst noch über ein Gleisdreieck auf Höhe der Stadt Burg auf Fehmarn verknüpft.

 

Die Bedeutung der eigentlichen Inselbahn ging jedoch auch im Güterverkehr immer weiter zurück, denn die Versorgung mit Gütern und die Verladung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse der Insel erfolgte immer weniger auf dem Seeweg, so dass die Anbindung der Häfen Orth und später auch Burgstaaken an die Inselbahn nicht mehr notwendig war. So wurden zunächst der Güterverkehr von Burg über Wulfen zur nicht mehr existierenden Sundfähre, aber auch derjenige zum Orther Hafen eingestellt.

 

Die Strecke Burg–Burgstaaken wurde im Jahre 1980 und die Strecke Landkirchen–Petersdorf zum 28. Mai 1988 stillgelegt.


normalspurige Kleinbahn KOE auf Fehmarn
KOE Inselbahn auf Fehmarn

Noch bis zum 25. September 1983 verkehrte zum Bahnhof Burg auf Fehmarn über die Stichstrecke Burg West–Burg a. F. der bei den Ostseeurlaubern beliebte Fehmarn-Express – dieser umfuhr Hamburg via Büchen–Lüneburg. Dieser Zug fuhr zunächst bis Puttgarden und setzte dann nach Burg zurück.

 

Am 1. Februar 1995 wurde der letzte Abschnitt zwischen Burg und Landkirchen, auf dem noch Güterverkehr betrieben wurde, stillgelegt; nachdem schon ein Jahr früher, zum 1. März 1994, die Bedienung des Bahnhofes Burg aufgegeben worden war.

Rettet die Fehmarnsundbrücke

Rettet die Fehmarnsundbrücke vor dem Abriss!
Foto: Höhenflug Pictures

Der geplante Abriss der Fehmarnsund Brücke wurde am 26. November 2015 von diversen Zeitungen veröffentlicht. Eine massive Welle an Kommentaren und Gegnern dieses Vorhabens kam daraufhin und bündelte sich binnen weniger Stunden in einer dafür gegründeten Facebook-Gruppe.

 

650 Unterstützer waren es am ersten Tag - 1.338 bereits am zweiten. Heute sind dort deutlich über 2.000 Sundbrücken-Unterstützer zu finden und der Zustrom reißt nicht ab. Die Gruppe wächt in einem Tempo, das man bereits jetzt von einer Grassroot-Bewegung sprechen kann, die es mit Goliath (also der Politik & Deutschen Bahn) aufnehmen möchte. Das Fehmaransche Tageblatt berichtete auch bereits über die rasant wachsende Gruppe.

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Theodor Heuss - Fahrt nach Indien

Die Theodor Heuss im Fehmarnbelt
Die Theodor Heuss in Puttgarden 1981

40 Jahre lang fuhr die Theodor Heuss durch den Fehmarnbelt. Dabei haben hunderttausende Fahrgäste das Schiff kennen und lieben gelernt. All das begann am 14. November 1957 mit der Jungfernfahrt. Mit an Board war natürlich auch Theodor Heuss als erster Bundespräsidenten der BRD sowie viele Ehrengäste.


Die Fährverbindung verlief die ersten 6 Jahre noch zwischen Großenbrode Kai ↔ Gedser. Heuss starb jedoch 1963 und konnte weder Vogelfluglinie noch die Sundbrücke einweihen.



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Mit Volldampf unterwegs

Dampflokomotive auf Fehmarn bei der Beltquerung
Dampflokomotive bei der Beltquerung

Bis 1938 wurden diese grazilen Leichtgewichte für Hochgeschwindigkeitsreisen über den Landweg gebaut. Sogar aerodynamische Verkleidungen gab es für den ICE des angehenden 20 Jahrhunderts. Energie & Gewicht sparen sowie mehr Geschwindigkeitsausbeute waren die Ziele bei der Entwicklung der Dampflok 03 10

 

Das sind mal Lokführer die wirklich unter Hochdruck stehen. So eine Dampflokomotive ist nicht ganz so komfortabel wie aktuelle ICE's. Der Charme liegt aber sicher auch nicht in der Bequemlichkeit sondern viel eher in der Bewahrung einer historisch wichtigen Technik.

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