Welttag der Meere

Heute ist Internationaler Tag der Meere

Dieser Tag ist dem Schutz der Meere und seinen Bewohnern gewidmet und hat seinen Ursprung im Erdgipfel vom 8. Juni 1992 in Rio de Janeiro. Seit 2009 wird der 8. Juni als Tag des Meeres von den Vereinten Nationen begangen.

 

Die Ozeane werden als bedeutend für Ernährungssicherheit, Gesundheit und dem Überleben allen Lebens, für das Klima und als ein kritischer Teil der Biosphäre anerkannt. Ziel des Tages ist es daher, weltweit Aufmerksamkeit für aktuelle Herausforderungen im Zusammenhang mit den Ozeanen zu bekommen und uns Menschen dafür zu sensibilisieren.

 

„Die Folgen von Plastik im Meer sind verheerend. Viele Meeresbewohner verfangen sich in Kunststoffresten und verenden qualvoll. Aber auch auf uns Menschen fallen die Müllsünden zurück: Wenn Plastik zerfällt, werden giftige Inhaltsstoffe frei. Sie verändern das Erbgut von Meeresbewohnern. Auch beim Menschen sind schädliche Auswirkungen nicht ausgeschlossen“, so Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer.

 

Jährlich landen mehr als zehn Millionen Tonnen Abfälle in den Meeren – auf jeden Quadratkilometer kommen inzwischen bis zu 18.000 Kunststoffteile. Um das Ausmaß des Müllproblems zu verdeutlichen, hat der NABU gemeinsam mit der Hamburger Rockband Dock3 ein eindringliches Musikvideo veröffentlicht. In „Der Himmel weint“ machen die Musiker und Handball-Nationaltorhüter Silvio Heinevetter die Kunststoffflut sichtbar und rufen zur Vermeidung von Plastik auf.

Meere vor dem Kollaps?

Der NABU-Spot zeigt gravierende Folgen von Müll im Meer. Das Video verdeutlicht die Unausweichlichkeit für Mensch und Tier vor dem Plastik: So wechseln sich schockierend ästhetische Bilder von verletzten Meerestieren mit vermüllten Stränden ab. Unterlegt sind die Szenen mit Menschen verschiedenen Alters, die in extremer Slowmotion mit alltäglichen Plastikprodukten beworfen werden: mit Partybechern, Einweg-Besteck oder Plastiktüten. Auch Silvio Heinevetter, Torhüter der Handball-Nationalmannschaft, ließ sich extra für den Spot mit Plastikflaschen bewerfen.

 

Mit seiner Beteiligung an dem Spot will der Sportler ein Zeichen setzen für einen bewussteren Umgang mit Plastik im Alltag. Denn kleine Kunststoffteile wie Bonbonpapiere, Plastikdeckel und Plastiktüten sind die größten Gefahren für Meeresbewohner. „Mir geht es darum zu zeigen, dass jede unserer Kaufentscheidungen Konsequenzen hat – auch für die Meere. Der Schlüssel zur Lösung liegt darin die Ursache des Problems zu vermeiden: nämlich Plastik“, so Heinevetter. Im Video appelliert er daher direkt an die Zuschauer: „Stopp – es liegt in Deiner Hand“ – und fängt eine auf ihn zufliegende Plastikflasche, ehe sie Schaden anrichten kann.

 

Mit dem Projekt „Meere ohne Plastik“ setzt sich der NABU dafür ein, dass die Meere nicht weiter als Müllkippe missbraucht werden. Dazu entwickelt der Naturschutzverband Informations- und Bildungsmaterialien, reinigt Strände und wertet die Einträge von Plastik in die Meere aus. Mehr Informationen zur Situation der Meere unter 

 

Links

http://www.meere-ohne-plastik.de

http://www.greenpeace.de/themen/meere/der-tag-des-ozeans-das-meer-ist-gefahr

http://www.tag-der-meere.tag-des-jahres.de

 

http://worldoceansday.org

http://www.un.org/depts/los/reference_files/worldoceansday.htm

 

NABU | Aktion gegen die Vermüllung der Meere

NDR | Wer stoppt die Plastikbedrohung

World Ocean Day

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Kommentare: 1
  • #1

    Bianca Miglioretto (Dienstag, 21 April 2015 15:32)

    Sehr geehrte Damen und Herren
    Ich arbeiten für den Schweizer Verein fair-fish, wir setzen uns für das Fischwohl, Umwelt und Nachhaltigkeit sowie den Erhalt der Artenvielfalt in den Meeren ein. Für unseren Rundbrief würde ich gerne das Bild zum Welttag des Meeres 2014 von Aaron Knox verwenden und möchte Sie um die Rechte anfragen natürlich mit Angabe der Quelle. Leider sind wir als gemeinnütziger Verein nicht in der Lage Ihnen ein Copyright zu bezahlen.
    Falls wir Ihr Bild benützen dürfen, wäre ich Ihnen dankbar um eine kurze Nachricht mit der Quellenangabe, die sie wünschen an b.miglioretto@fair-fish.ch.
    Weitere Infos zu unserer Arbeit finden Sie auf unserer webweite www.fair-fish.ch
    Ich freue mich auf Ihre Antwort.
    Mit freundlichen Grüssen
    Bianca Miglioretto